Lebkuchenhaus selber machen: Rezept, Vorlage & Bauanleitung
Kurz gesagt: Für ein Lebkuchenhaus brauchen Sie einen festen Honigteig ohne Triebmittel, eine Vorlage oder ein Ausstecher-Set und einen Kleber, der wirklich trägt. Den Teig rollen Sie etwa 5 mm dick aus, schneiden die Teile nach Vorlage zu und backen sie bei 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) rund 12 bis 15 Minuten. Geklebt wird mit Royal Icing, zuerst die Wände, nach einer Trockenpause das Dach. Rechnen Sie insgesamt mit drei Tagen: backen, bauen, verzieren.
Ein Lebkuchenhaus, je nach Region auch Hexenhaus, Knusperhäuschen oder Pfefferkuchenhaus genannt, ist ein kleines Haus aus festem Honigteig, das mit Zuckerguss zusammengeklebt und verziert wird. Es riecht nach Zimt und Nelken, steht wochenlang auf der Fensterbank, und irgendwann bricht garantiert jemand heimlich den Schornstein ab.
Damit es bis dahin steht, braucht man weniger Talent als Geduld. Die meisten Häuser scheitern an zwei Stellen. Entweder geht der Teig im Ofen auf und die Teile passen nicht mehr, oder das Dach kommt zu früh drauf und rutscht. Beides lässt sich vermeiden. Wie, steht hier Schritt für Schritt, mit Vorlage zum Ausdrucken, Mengen für jede Hausgröße und einer Hilfe für den Fall, dass doch etwas schiefgeht.
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Selber machen oder Bausatz · Was Sie brauchen · Rezept und Teigmenge · Vorlage oder Ausstecher · Backen · Der richtige Kleber · Zusammenbauen · Zeitplan · Mini-Häuser und Kekshaus · Glutenfrei und vegan · Wenn es einstürzt · Haltbarkeit · FAQ
Lebkuchenhaus selber machen oder Bausatz kaufen?
Ein Lebkuchenhaus-Bausatz aus dem Supermarkt spart den ersten Tag. Die Platten sind fertig gebacken, Glasur und etwas Deko liegen meist bei. Wer vor allem mit den Kindern verzieren möchte und wenig Zeit hat, ist damit gut bedient. Selbst backen lohnt sich, wenn Sie Größe und Form selbst bestimmen wollen, wenn das Haus nach frischem Lebkuchen schmecken soll oder wenn das Backen einfach dazugehört. Und mit einem Ausstecher-Set ist der Aufwand kaum größer als beim Bausatz.
Was braucht man für ein Lebkuchenhaus?
Für ein Haus von etwa 16 × 13 cm Grundfläche reichen eine Portion Teig, zwei Backbleche und ein Nachmittag. Die meisten Dinge haben Sie wahrscheinlich ohnehin in der Küche.
- Zutaten für den Teig: Honig, brauner Zucker, Butter, Mehl, ein Ei, Lebkuchengewürz und etwas Kakao
- Backpapier, Nudelholz und ein scharfes, gerades Messer oder ein Pizzaroller
- die Vorlage zum Ausdrucken oder ein Ausstecher-Set Hexenhaus
- Royal Icing oder Eiweiß und Puderzucker als Kleber
- Einweg-Spritzbeutel und eine kleine Lochtülle
- ein Cake Board oder ein stabiles Brett als Bodenplatte
- ein paar Gläser oder Konservendosen zum Abstützen
Lebkuchenhaus-Rezept: Welcher Teig eignet sich?
Ein Lebkuchenhaus braucht einen festen Honigteig, der beim Backen kaum aufgeht. Das ist der wichtigste Unterschied zu weichen Lebkuchen, wie man sie als Plätzchen backt. Triebmittel wie Backpulver oder Natron lassen Sie deshalb weg. Sonst werden die Platten dicker, die Kanten runden sich ab und am Ende passt nichts mehr aufeinander. Der Teig darf ruhig hart werden. Ein Haus soll vor allem stehen, gegessen wird es später.
Grundrezept für ein Haus (Richtwerte):
- 250 g Honig
- 100 g brauner Zucker
- 80 g Butter
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 1 Ei
- 2 TL Lebkuchengewürz, 1 EL Backkakao, 1 Prise Salz
- Honig, Zucker und Butter in einem Topf langsam erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Kochen muss die Masse nicht.
- Vom Herd nehmen und abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm ist. Ist sie zu heiß, stockt das Ei.
- Mehl, Gewürz, Kakao und Salz in einer Schüssel mischen. Honigmasse und Ei dazugeben und mit den Knethaken, zum Schluss mit den Händen, zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln. Lauwarm lässt er sich sofort ausrollen. Über Nacht bei Raumtemperatur gelagert, wird er geschmeidiger und lässt sich noch gleichmäßiger verarbeiten.
Viele fragen nach einem Lebkuchenhaus-Rezept ohne Ruhezeit. Das geht mit diesem Teig, wenn Sie ihn verarbeiten, solange er noch handwarm ist. Kalter Honigteig wird bröselig und reißt beim Ausrollen. Dann einfach ein paar Minuten mit den Händen durchkneten, die Wärme reicht meist schon.
Wie viel Teig für welches Lebkuchenhaus?
| Haus | Grundfläche | Teig | Royal Icing zum Kleben |
|---|---|---|---|
| Mini (Ausstecher-Set klein) | ca. 8 × 8 cm | 1 Portion für etwa 6 bis 8 Häuschen, 4 mm dick | 1 Portion |
| Klassisch (unsere Vorlage) | ca. 16 × 13 cm | 1 Portion, 5 mm dick | 1 Portion |
| Ausstecher-Set Hexenhaus groß | ca. 15 × 13 cm | 1 Portion, 5 mm dick | 1 Portion |
| Groß (Vorlage auf 150 % vergrößert, DIN A3) | ca. 24 × 18 cm | 2 Portionen, 6 mm dick | 2 Portionen |
Eine Portion Teig ist das Grundrezept oben, eine Portion Royal Icing ein Eiweiß mit 250 g Puderzucker. Fürs Verzieren rechnen Sie mit einer weiteren Portion Glasur.
Lebkuchenhaus-Vorlage oder Ausstecher-Set?
Für ein klassisches Satteldachhaus brauchen Sie sechs Teile, dazu einen kleinen Schornstein. Unsere Vorlage, oft auch Schablone genannt, passt als PDF auf zwei DIN-A4-Bögen, dazu kommt eine Seite mit Kurzanleitung. Drucken Sie sie in Originalgröße, also mit 100 % und nicht „an Seite anpassen“. Ob das geklappt hat, zeigt das Kontrollmaß auf jeder Seite: Die Linie muss genau 10 cm lang sein. Dann auf festen Karton kleben, ausschneiden, fertig. Karton hat einen Vorteil gegenüber Papier: Er rutscht beim Schneiden nicht und Sie können die Teile nach dem Backen noch einmal sauber nachschneiden.
Lebkuchenhaus-Vorlage als PDF herunterladen (3 Seiten, DIN A4, kostenlos)
| Teil | Anzahl | Maße |
|---|---|---|
| Seitenwand | 2 | 16 × 10 cm |
| Giebelwand (Vorder- und Rückseite) | 2 | 12 cm breit, 10 cm hohe Seitenkanten, Spitze 16 cm hoch |
| Dachplatte | 2 | 19 × 11 cm |
| Schornstein | 4 | Seitenteile 2 × 4 cm, unten schräg auf 2 cm (2×), Vorderteil 3 × 2 cm, Rückteil 3 × 4 cm |
| Tür und Fenster | nach Belieben | aus der Giebelwand ausschneiden |
Die Giebelwände stehen später zwischen den beiden Seitenwänden, das Dach hat eine Neigung von 45 Grad. Die Dachplatten sind mit Absicht etwas größer als das Haus. So steht das Dach an allen Seiten ein Stück über, und kleine Ungenauigkeiten an den Wänden fallen nicht auf. Für ein großes Haus drucken Sie die Vorlage einfach auf 150 % vergrößert auf DIN A3.
Wer sich das Zuschneiden sparen will, nimmt ein Ausstecher-Set. Das Hexenhaus-Set groß mit zehn Teilen ergibt ein Haus von etwa 15 × 13 × 14 cm, das Set klein Häuschen von rund 8 × 8 cm. Alle Teile sind dann exakt gleich groß, und genau daran scheitern selbst geschnittene Häuser am häufigsten. Für Kinder ist das Ausstechen außerdem deutlich einfacher als das Schneiden mit dem Messer.
Lebkuchenhaus backen: So werden die Platten gerade
Rollen Sie den Teig direkt auf Backpapier aus, etwa 5 mm dick. So müssen Sie die ausgeschnittenen Teile nicht mehr bewegen, und nichts verzieht sich auf dem Weg aufs Blech. Gleichmäßig dick ist dabei wichtiger als besonders dünn. Dabei helfen zwei Holzleisten links und rechts neben dem Teig, auf denen das Nudelholz entlangläuft.
- Vorlage auflegen und die Teile mit einem scharfen Messer oder Pizzaroller ausschneiden. Die Teigreste dazwischen vorsichtig abziehen.
- Backpapier mit den Teilen aufs Blech ziehen. Fenster und Tür jetzt ausschneiden, nicht später.
- Bei 180 °C Ober- und Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 12 bis 15 Minuten backen, bis die Ränder leicht dunkler werden.
- Sofort nach dem Backen die Vorlage noch einmal auflegen und die Kanten mit dem Messer nachschneiden. Der Teig ist jetzt noch weich, wenige Minuten später nicht mehr.
- Die Platten auf dem Blech flach auskühlen lassen und über Nacht offen liegen lassen. Sie trocknen nach und werden richtig hart.
Dieser vierte Schritt ist der Grund, warum manche Häuser gerade stehen und andere schief. Auch ohne Triebmittel dehnt sich der Teig im Ofen ein kleines bisschen aus. Wer warm nachschneidet, hat am Ende Kanten, die exakt aufeinanderpassen.
Fenster aus Bonbons
Zerstoßen Sie klare, bunte Bonbons in einem Gefrierbeutel und füllen Sie die Krümel in die ausgeschnittenen Fensteröffnungen, wenn die Platten noch drei bis vier Minuten im Ofen brauchen. Die Bonbons schmelzen und werden beim Abkühlen hart und durchscheinend wie Buntglas. Später mit einer kleinen LED-Lichterkette im Haus leuchten die Fenster. Teelichter sind dafür zu heiß und eine Brandgefahr.
Womit klebt man ein Lebkuchenhaus zusammen?
Der beste Kleber für ein Lebkuchenhaus ist Royal Icing, also eine feste Eiweißspritzglasur aus Eiweiß und Puderzucker. Sie wird beim Trocknen steinhart und hält auch ein schweres Dach. Normaler Zuckerguss aus Puderzucker und Wasser ist zu weich. Er reicht für ein Haus aus Butterkeksen, für Lebkuchenwände eher nicht.
| Kleber | Hält | Trockenzeit | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Royal Icing (Eiweiß und Puderzucker) | sehr fest | erste Festigkeit nach etwa 1 Stunde, ganz durch über Nacht | der Standard; als Pulver nur mit Wasser anzurühren |
| Karamell | sofort fest | wenige Sekunden | sehr heiß, nichts für Kinder; zieht bei feuchter Luft Wasser |
| Geschmolzene Kuvertüre | fest, solange es kühl ist | etwa 15 bis 30 Minuten | ohne Ei; wird in warmen Räumen weich |
| Zuckerguss ohne Ei (Puderzucker und Wasser) | schwach | mehrere Stunden | nur für Keks- und Mini-Häuser |
Für Royal Icing verrühren Sie ein Eiweiß mit etwa 250 g gesiebtem Puderzucker und ein paar Tropfen Zitronensaft, bis die Masse dick und glänzend ist. Mit dem Royal-Icing-Pulver rühren Sie nur noch Wasser nach Packungsangabe dazu. Das ist praktisch, wenn Sie keine Eier trennen möchten, und Sie rühren nur so viel an, wie Sie gerade brauchen. Zum Kleben sollte die Glasur so fest sein, dass eine Spitze stehen bleibt, wenn Sie den Löffel herausziehen. In vielen alten Rezepten heißt es, man solle das Lebkuchenhaus mit Eischnee kleben. Gemeint ist fast immer genau diese Glasur aus Eiweiß und Puderzucker, steif geschlagenes Eiweiß allein hält nichts. Was Royal Icing sonst noch kann, steht im Beitrag Royal Icing Basics.
Lebkuchenhaus zusammenkleben: Schritt für Schritt
Beim Aufbauen gilt eine einfache Regel: erst die Wände, dann eine Pause, dann das Dach. Wer alles auf einmal zusammensetzt, sieht dem Dach meist beim Rutschen zu.
- Royal Icing in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen. Eine Linie für eine Giebelwand und eine für eine Seitenwand auf die Bodenplatte spritzen. Die Giebelwand steht dabei innen an der Seitenwand.
- Beide Wände aufstellen, die senkrechte Ecke ebenfalls mit Glasur verbinden und die Wände mit Gläsern oder Dosen von außen abstützen.
- Nach etwa 15 Minuten die anderen beiden Wände genauso ansetzen. Die Innenecken ruhig großzügig verfugen, die sieht später niemand.
- Jetzt kommt die Pause. Mindestens ein bis zwei Stunden, besser über Nacht, bis die Wände von allein stehen.
- Eine dicke Linie Glasur auf die schrägen Giebelkanten und die Oberkanten der Seitenwände spritzen. Die erste Dachplatte auflegen und ein paar Minuten festhalten, dann die zweite. Oben am First beide Platten mit Glasur verbinden.
- Das Dach von unten abstützen, falls es rutscht. Den Schornstein erst setzen, wenn das Dach fest ist, am besten am nächsten Tag.
Und ganz ehrlich: Wenn am Ende eine Wand ein paar Millimeter schief steht, macht das gar nichts. Ein Haus mit Charakter sieht nach Handarbeit aus, und nach dem Verzieren fällt es ohnehin kaum noch auf. Ideen für Zuckerperlen, Eiszapfen und Schneedächer finden Sie in unserem Beitrag Lebkuchen dekorieren.
Wie viel Zeit braucht ein Lebkuchenhaus?
Wer ein Lebkuchenhaus selber machen will, braucht weniger Arbeitszeit als gedacht, nämlich etwa zwei bis drei Stunden. Dazwischen liegen aber zwei Nächte, in denen Teig und Glasur in Ruhe trocknen. Verteilt auf drei Tage wird daraus ein entspanntes Projekt statt eines hektischen Sonntagnachmittags.
| Tag | Was passiert | Arbeitszeit |
|---|---|---|
| Tag 1 | Teig kneten, ausrollen, zuschneiden, backen, warm nachschneiden, Platten über Nacht trocknen lassen | etwa 1,5 Stunden |
| Tag 2 | Royal Icing anrühren, Wände kleben, Pause, Dach aufsetzen, über Nacht trocknen lassen | etwa 1 Stunde |
| Tag 3 | Schornstein setzen und verzieren | so lange, wie es Spaß macht |
Wer am Mittwoch oder Donnerstag vor dem 1. Advent anfängt, ist am Sonntag also entspannt fertig.
Mini-Lebkuchenhaus und Lebkuchenhaus aus Butterkeksen
Nicht jeder hat drei Tage Zeit, und kleine Kinder haben selten Geduld für ein Projekt mit zwei Übernachtungen. Dann sind diese beiden Varianten die bessere Wahl.
Mini-Lebkuchenhäuser mit Ausstecher
Mit dem kleinen Hexenhaus-Set stechen Sie die Teile einfach aus demselben Teig aus. Rollen Sie ihn dafür etwas dünner aus, etwa 4 mm, und verkürzen Sie die Backzeit auf rund 8 bis 10 Minuten. Eine Portion Teig reicht für etwa sechs bis acht Häuschen. Mini-Häuser sind leicht, das Dach hält deshalb oft schon nach wenigen Minuten. Auf eine Tasse gesetzt, werden sie zur Tischdeko, mit Namen beschriftet zur Platzkarte beim Weihnachtsessen. Für eine Kita-Gruppe oder Schulklasse ist es am einfachsten, die Mini-Häuser am Vortag zu bauen und die Kinder nur verzieren zu lassen.
Lebkuchenhaus aus Butterkeksen, ganz ohne Backen
Das ist die Variante für Ungeduldige und die Kleinsten. Als Kern dient ein leerer, ausgewaschener Milchkarton. An seine Seiten kleben Sie mit Royal Icing oder festem Zuckerguss rechteckige Butterkekse. Für das Dach legen Sie zwei Reihen Kekse schräg an, sodass sie oben aneinanderstoßen. Der Karton trägt das Gewicht, nichts kann einstürzen, und nach einer halben Stunde darf verziert werden. Essen sollte man von diesem Haus nur die Kekse, nicht das Innenleben.
Lebkuchenhaus glutenfrei oder vegan
Für ein glutenfreies Lebkuchenhaus ersetzen Sie das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung. Ohne Gluten hält der Teig schlechter zusammen. Rollen Sie ihn deshalb lieber 6 mm statt 5 mm dick aus und planen Sie für das Nachschneiden ein paar Minuten mehr ein. Mehr zum Backen ohne Gluten steht im Beitrag Glutenfreie Torte.
Vegan wird das Haus mit Zuckerrübensirup statt Honig, Margarine statt Butter und ohne Ei. Das Ei ersetzen Sie durch zwei bis drei Esslöffel Wasser. Zum Kleben eignet sich Kuvertüre ohne Milchbestandteile oder Royal Icing aus Aquafaba, also dem Kochwasser von Kichererbsen, das sich wie Eiweiß aufschlagen lässt. Weitere Ideen finden Sie im Beitrag Torte vegan.
Was tun, wenn das Lebkuchenhaus einstürzt?
Fast jedes Problem lässt sich retten. Suchen Sie in der linken Spalte, was bei Ihnen passiert ist.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Platten sind aufgegangen und passen nicht | Triebmittel im Teig | Teig ohne Backpulver und Natron, Kanten direkt nach dem Backen nachschneiden |
| Platten wölben sich | ungleichmäßig ausgerollt oder Teile nach dem Ausschneiden verschoben | direkt auf Backpapier ausrollen, mit Holzleisten gleichmäßig dick |
| Teig reißt und bröselt beim Ausrollen | Teig ist zu kalt | kurz mit den Händen durchkneten, bis er wieder geschmeidig ist |
| Wände kippen um | Glasur zu flüssig oder nicht abgestützt | Glasur fester anrühren, Wände mit Gläsern stützen |
| Dach rutscht | Dach zu früh aufgesetzt | Wände über Nacht trocknen lassen, Dach ein paar Minuten festhalten und stützen |
| Haus wird weich und klebrig | Luftfeuchtigkeit, etwa neben Herd oder Spülmaschine | an einem trockenen, kühlen Platz aufstellen |
| Bonbonfenster sind blasig oder braun | Bonbons zu früh eingelegt | erst in den letzten drei bis vier Minuten einfüllen |
| Eine Platte ist zerbrochen | zu dünn oder zu früh bewegt | Bruchstelle mit Royal Icing kleben und von hinten verstärken, Deko darüber |
Wie lange hält ein Lebkuchenhaus und kann man es essen?
Ein Lebkuchenhaus aus festem Honigteig hält als Dekoration problemlos die ganze Adventszeit, wenn es trocken steht. Feuchtigkeit macht es weich, Kälte schadet ihm nicht. Ein Platz am kühlen Fenster ist also gut, einer neben Wasserkocher oder Spülmaschine nicht. Zum Essen ist es in den ersten ein bis zwei Wochen am besten. Danach wird es zwar nicht schlecht, aber hart und etwas staubig. Wer es länger stehen lassen will, stellt eine große Glasglocke darüber.
Essen kann man alles daran, solange keine Deko aus Kunststoff verbaut ist. Ist der Lebkuchen zu hart, legen Sie die Stücke mit einer Apfelscheibe in eine geschlossene Dose. Nach ein bis zwei Tagen sind sie spürbar weicher.
Häufige Fragen zum Lebkuchenhaus
+Wie viel Teig braucht man für ein Lebkuchenhaus?
Für ein klassisches Haus von etwa 16 × 13 cm Grundfläche reicht eine Portion aus 500 g Mehl, 250 g Honig, 100 g Zucker, 80 g Butter und einem Ei. Für ein großes Haus von etwa 24 × 18 cm verdoppeln Sie die Menge.
+Wie dick muss der Teig für ein Lebkuchenhaus sein?
Etwa 5 mm. Dünnere Platten brechen leichter, dickere machen das Dach schwer. Für Mini-Häuser reichen 4 mm, für große Häuser sollten es 6 mm sein.
+Welcher Teig eignet sich für ein Lebkuchenhaus?
Ein fester Honigteig ohne oder mit sehr wenig Triebmittel. Er geht beim Backen kaum auf, die Platten behalten ihre Form und werden nach dem Auskühlen hart genug, um ein Dach zu tragen. Weiche Lebkuchen für Plätzchen sind für ein Haus ungeeignet.
+Womit klebt man ein Lebkuchenhaus zusammen?
Am stabilsten hält Royal Icing, also Eiweißspritzglasur aus Eiweiß und Puderzucker oder aus Pulver. Karamell hält sofort, ist aber sehr heiß und nichts für Kinder. Geschmolzene Kuvertüre funktioniert, wird in warmen Räumen aber weich.
+Wie lange muss ein Lebkuchenhaus trocknen?
Die Wände sollten vor dem Dach mindestens ein bis zwei Stunden fest werden, besser über Nacht. Nach dem Aufsetzen des Daches das Haus noch einmal über Nacht trocknen lassen, bevor Sie verzieren.
+Wie lange hält ein Lebkuchenhaus?
Als Dekoration hält ein Lebkuchenhaus in einem trockenen Raum über die ganze Adventszeit. Zum Essen ist es in den ersten ein bis zwei Wochen am besten, danach wird es hart und setzt Staub an.
+Kann man ein Lebkuchenhaus essen?
Ja, alle Teile sind essbar, solange Sie keine Deko aus Kunststoff verwenden. Der Lebkuchen ist allerdings fest. In einer Dose mit einer Apfelscheibe wird er nach ein bis zwei Tagen wieder weicher.
+Wie mache ich ein Lebkuchenhaus ohne Backen?
Mit Butterkeksen. Die Kekse werden mit Royal Icing oder festem Zuckerguss an einen leeren, sauberen Milchkarton geklebt, der als Kern dient. Das Dach entsteht aus zwei schräg gelegten Keksreihen.
+Wann sollte man mit dem Lebkuchenhaus anfangen?
Planen Sie drei Tage ein: am ersten Tag Teig und Backen, am zweiten den Aufbau, am dritten das Verzieren. Für den 1. Advent reicht es also, am Mittwoch oder Donnerstag davor zu beginnen.
+Was mache ich mit dem Lebkuchenhaus nach Weihnachten?
Stand es trocken und abgedeckt, wird es gemeinsam geplündert, oder Sie zerbröseln es und nehmen die Brösel als Boden für einen Käsekuchen. Hat es wochenlang offen im Staub gestanden, ist es eher etwas für den Biomüll.
Ausstecher, Royal Icing, Streudeko und alles, was Sie zum Lebkuchenhaus selber machen und Verzieren brauchen, finden Sie in unserer Weihnachts-Themenwelt.